SILHOUETTE

In diesem Beitrag möchte ich euch erläutern, wie ihr eine beleuchtete Silhouette in euer Bild einarbeiten könnt. Eigentlich wollte ich damit noch warten, da jedoch viele schon danach gefragt haben und ich es nicht jedem einzeln erklären möchte, hier der Beitrag zu dem Thema.

Was ist mit Silhouette gemeint?

In diesem Fall zeige ich euch einfach mal ein Bild. Es geht darum,  dass ich in diesem Bild stand und am Ende doch nur als Silhouette zu erkennen bin.
Aber schaut einfach mal hier:

Was brauchen wir um eine Silhouette zu erstellen?

Ich werde es mal anhand des vorhandenen Bildes erläutern, es funktioniert aber genauso gut mit etlichen anderen Tools.

Wie entstehen die Bilder?

Worauf es hierbei ankommt, sind mehrere Dinge…

Der Spot: Es sollte in jedem Fall ausreichend dunkel sein, damit ihr nicht schon durch das Umgebungslicht allein sichtbar werdet.
Die Kleidung: Dunkle Kleidung ist hier natürlich auch wichtig, aber nicht ganz so elementar. Nur richtig helle Kleidung wäre unangemessen. Ich habe hier meinen dunkelblauen Lunative-Hoodie gewählt. Dadurch ist auch die Linie entstanden, die meine Silhouette etwas betont. Wenn ihr so einen Hoodie nicht besitzt, besteht jedoch auch die Möglichkeit, dass ihr einfaches El-Wire an eure Kleidung anbringt. Oder ihr verzichtet auf diesen Effekt.
Die Kameraeinstellungen: Die Belichtungszeit insgesamt darf nicht zu lang werden, daher solltet ihre eure Blende nicht zu weit schließen, aber denkt daran, dass ihr eine gewisse Schärfe erreichen wollt. Zur Not dreht man die ISO auf 200. Jedoch wird das nicht nötig sein, wenn man die richtigen Tools verwendet.
Die Tools: Wir haben hier 2 Tools gewählt, die von Grund auf schon heller sind. Auf der Scheibe sind Kaltlichtkathoden angebracht und die Taschenlampe für den Hintergrund ist auch recht hell.

Wenn ihr das alles nun zu einem Bild zusammen fügen wollt, geht dabei wie folgt vor:

1) Stellt die Person ins Bild und positioniert sie so, wie später die Silhouette aussehen soll. Beachtet dafür, dass die Person möglichst ruhig und unbewegt dort stehen sollte. Daher ist es wichtig, dass die Pose bequem genug ist, um sie einen Moment wirklich gut zu halten. Und der Hoodie sollte jetzt natürlich auch leuchten.
2) Nun wählt ihr euer Gegenlicht, was in diesem Fall die Scheibe war und leuchtet die Person von hinten aus. Das würde auch mit anderen Lichtquellen funktionieren (Pixelstick, LED-Stablampe, Blades, etc.). Außerdem hätte man an dieser Scheibe auf jeden Fall noch Pyros anbringen sollen. Das Bild will ich auf jeden Fall nochmal machen und dabei perfektionieren. Dafür habe ich schon einige Ideen 🙂 Aber ich schweife ab 😀
3) Dieses Set nehmt ihr nun erst einmal auf und deckt die Kamera dann erst einmal zu. Wichtig ist hier, dass die Belichtung eben nicht zu lange dauert, damit nicht durch weitere Lichteinflüße die Person am Ende doch sichtbar wird.
4) Jetzt wählt ihr etwas zum ausleuchten. In diesem Fall haben wir die LED Lenser T7 blue benutzt. Damit wurde zu guter letzt einfach nur die Wand angestrahlt, während die Kamera wieder aufgedeckt ist und noch für einen kurzen Moment belichtet. Um die Struktur der Wand so deutlich herausarbeiten zu können, muss diese auf jeden Fall sehr flach von der Seite angestrahlt werden. Ansonsten wäre der Effekt sicherlich auch nicht so toll.

Das war’s aber auch schon. Nun habt ihr eine neue Anregung, wie ihr tolle Effekte in eure Bilder bekommen könnt. Denn wie bereits erwähnt, seid ihr absolut nicht an die Tools gebunden, die ich hier benutzt habe. Wichtig ist immer ein nicht überstrahlendes Gegenlicht, was hinter der Person (oder von was auch immer ihr eine Silhouette erzeugen wollt) in die Kamera leuchtet und eine Fläche, die ihr danach ausleuchten könnt, die aber vorher nicht schon von sich aus leuchtet. Und wichtig ist, dass vorher die Konturen der Person/des Objekts auf jeden Fall durch das Licht, was von hinten kommt, umrandet sind. Aber das ist alles machbar und unendlich kombinierbar.