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Grundlagen des Lightpaintings – Nr. 5 (Präsentation)

PRÄSENTATION

Wie präsentiere ich meine Lightpaintings eigentlich am besten?

Im Laufe der Zeit sammeln sich bei uns haufenweise tolle Bilder an, doch wie präsentiere ich diese eigentlich am besten in der Öffentlichkeit? Ich möchte euch hier meine Erfahrungen mitteilen. Natürlich ist mir bewusst, dass manche Leute das auch einfach nur für sich selbst machen, aber es gibt eben auch genügend, die sie gern zeigen.

Online-Galerien

Inzwischen gibt es haufenweise Online-Galerien, auf denen man seine Bilder zeigen kann. Die wohl am meisten verbreiteten Galerien sind dabei wohl die fotocommunity, flickr und 500px. Jedoch auch facebook, instagram, Twitter und andere Social Media Plattformen können dienlich sein. Man kann sich da bis ins kleinste Detail durch den Dschungel der AGB studieren, welche Rechte man den einzelnen Plattformen da einräumt, denn da solltet ihr vorsichtig sein. Aber ich sehe das recht locker… Für mich ist die wichtigste Plattform in erster Linie meine Webseite „http://sunnys.photos/„. Und damit kommen wir zu dem für mich persönlich viel interessanteren Punkt als die Online-Präsentation…

Ausstellungen

Hintergrund

Viel schöner als die Präsentation am Bildschirm, ist für mich die Ausstellung. Worauf ihr nämlich ziemlich wenig Einfluss nehmen könnt: Wie sich euer Gegenüber die Bilder am Monitor anschaut…  Ihr könnt weder festlegen, wie groß der Bildschirm ist, auf dem das Bild betrachtet wird, noch sicherstellen, dass der Monitor kalibriert ist, etc. Außerdem erreicht ihr auf solchen Plattformen meistens eher andere Fotografen, als die breite Maße. Ehrlich gesagt interessiert mich weniger die Meinung von anderen Fotografen, weil diese viel zu sehr auf Technik, etc. fixiert sind. Merke ich ja selbst, wenn ich andere Bilder ansehe. Man sieht dann oft nicht das Bild an sich, oder hört oft dumme Bemerkungen, weil demjenigen das Thema nicht liegt, etc. Dabei ist für mich viel spannender, zu wissen, was jemand sagt, der keine Ahnung davon hat. Und da höre ich oft sehr unterschiedliche Meinungen. Die einen sind total begeistert und faszieniert und andere können damit wiederum gar nichts anfangen und finden die Bilder zu bunt. Das sind Meinungen, die mir was bedeuten und woraus ich meine Entwicklung ziehe. Natürlich werden meine Bilder niemals allen Gefallen und mein Stil ist mein Stil. Aber da weiß ich dann, was mag ein Zuschauer und was mag er nicht. Soviel zum Hintergrund.

Ausstellungsflächen

Viel weniger kompliziert, als manche denken, ist es Ausstellungsflächen zu finden. Natürlich ist eine Kunstgalerie oder ein Museum da wohl auch nicht das Ziel, sondern Stellen, wo am besten viele unterschiedliche Leute verkehren. Dank einer lieben Fotografin aus diesem Bereich hatte ich z.B. die Chance beim Straßenverkehrsamt in Duisburg auszustellen. Schon beim Aufbau schauten die Leute ganz interessiert auf die Bilder. Natürlich sind dann Ausstellungen super, wo man als Künstler vielleicht sogar anwesend ist, wie z.B. bei den Werdener Kunsttage, wo ich mit und durch die Facebook-Gruppe „IG Ruhrpottfotografie“ die Chance hatte, Bilder zu zeigen. Selbst organisiert habe ich mir da zum Beispiel die Ausstellung im Knappschaftskrankenhaus in Bochum Langendreer.  Das war für mich sogar ein echtes Highlight, da das Krankenhaus die Ausstellung wirklich tatkräftig unterstützt. Also ihr seht schon… Einfach mal schauen, was es bei euch so gibt und einfach mal anfragen. Oftmals ist es einfacher als man denkt. Vielleicht kennt ihr sogar noch den ein oder anderen Mitarbeiter bei solchen Stellen, der noch ein gutes Wort einlegen kann.

Bildauswahl

Natürlich ist es wichtig, dass ihr euch von vorn herein klar darüber seid, welche Bilder ihr wo präsentieren wollt und in welchem Umfang. Inzwischen habe ich gelernt: Weniger ist mehr. Man muss nicht jedes misslunge Bild zeigen und auch nicht jede Version, sondern die, die man selbst am besten findet. Und das gilt nicht nur für die Ausstellung, sondern auch für die Online-Präsentation, denn es wirkt viel sauberer, übersichtlicher und aufgeräumter. Daher werde ich auch meine Webseite und andere Galerien noch überarbeiten die nächste Zeit. Nehmt euch den Rat zu herzen und zeigt einfach nur die Bilder, wo ihr selbst denkt: „Hammer, ist das cool geworden!“. Für Ausstellungen solltet ihr schon vorher wissen, wieviele Bilder ihr zeigen könnt und wollt. Denn es macht keinen Sinn, eine Fläche bespielen zu wollen, wo ihr 20 Bilder hängen könnt, wenn ihr aber nur 10 Bilder habt, die ihr zeigen möchtet. Das sollte bei den Vorgesprächen nämlich schon abgesprochen werden.

Kosten

Die Ausstellungsflächen findet man kostenfrei, vergesst aber nicht, dass Drucke Geld kosten. Und vor allem vergesst auch nicht, dass manche gewisse Vorstellungen von der Qualität eurer Drucke haben. Die einen erlauben gerahmte Bilder, die anderen wollen richtige Wandbilder auf einem Material wie Forex, Dibond oder Acryl und wieder andere bevorzugen es, wenn ihr z.B. deren eigene Rahmen benutzt. Da müsst ihr flexibel sein. Und daher solltet ihr vorab recherchieren, was euch eure Bilder kosten. Ich bestelle meine Bilder allesamt bei Saal Digital. Für mich einer der besten Lieferanten mit einem super Preis-/Leistungsverhältnis und vielen Angeboten. Aktuell gibt es hier einen 15 € Kennenlerngutschein für Wandbilder bei einem Mindestbestellwert von 30 €. Also bestellt für 30€ und erhaltet das Bild zum 1/2 Preis. Die aktuelle Aktion läuft bis 31.01.2017, kommt aber immer wieder mal. Ansonsten bekommt ihr auf Messen auch oft Rabattgutscheine.

Ich möchte noch einmal auf die Kosten im Bezug auf die Materialien und die Druckgrößen eingehen. Zunächst einmal bewähren sich je nach Fläche Druckformate von 60/40 bis 90/60 cm. Die Größe sollte entsprechend dem Betrachtungsabstand gewählt werden.  Als Faustregel sagt man immer ungefähr 100% der längsten Kante sollte der Abstand sein, von dem aus man ein Bild betrachtet. Also bei einem 60/40 cm Bild ist ein Abstand von etwa 1/2 meter optimal, um das Bild im Ganzen betrachten zu können und optimal wahr zu nehmen. Bei einem 90/60 cm Bild müsste der Abstand mit grob 1 meter entsprechend größer sein. Aber auch da gibt es unterschiedliche Meinungen und es hängt auch davon ab, welche Möglichkeiten die vorhandene Fläche überhaupt bietet. Ihr seht schon, einfach ist das nicht.

Dann kommt noch die Materialfrage. Gängig sind Forex, Dibond und Acrylglas. Forex ist günstig, die Drucke wirken, aber es ist auch sehr empfänglich für Macken, denn kaum stößt man mit dem Bild irgendwo gegen, hat man schon die ersten Macken. Dibond ist da weitaus stabiler. Aber das Finish ist beim normalen Dibond matt und es eignet sich besonders für Bilder, wo man Schärfe darstellen will. Das ist für Lightpaintings meiner Meinung nach gar kein gutes Material. Anders sieht es aus mit Dibond mit Butlerfinish. Beim Butlerfinish ist die Oberfläche nicht mit weißem Kunststoff überzogen, der bedruckt wird, sondern ihr seht nur das Metallische… Beim Druck wird die Farbe weiß gar nicht mitgedruckt, also da wo weiß ist, sehr ihr auf dem Druck nur silber und besonders Lichter glänzen sehr stark in metallic Optik. Es ist wirklich sehr schwer zu beschreiben und noch schwieriger das zu fotografieren. Jedoch ist das etwas, das solltet ihr euch für eure Lichtkunst unbedingt anschauen. Sieht aber dennoch nicht bei jedem Bild gut aus. Auf Messen gibt Saal aber immer Muster raus. Wer sich also damit beschäftigen möchte, sollte einfach mal eine Fotofachmesse besuchen. Dann gibt es noch Acrylglas, welches sich meiner Meinung nach am besten eignet, zugleich ist es aber schon fast die teuerste Möglichkeit. Und hier muss man dann wirklich überlegen, wie oft man die Bilder zeigen wird, was man im Anschluss damit vor hat, schlichtweg, ob es sich lohnt. Natürlich beeindruckt das auch viel mehr. Aber auch hier ist nicht zu vernachlässigen, dass die Oberfläche eben auch spiegelt und daher nicht an jeder Location gehängt werden kann. Sobald zuviel Licht drauf fällt, sieht man nur noch Licht. Aber die Räume selbst müssen dennoch sehr hell sein, ohne die Bilder direkt zu bestrahlen, denn Acrylglas schluckt viel Licht. Was auch beim Druck unbedingt zu berücksichtigen ist! Hier lieber vorher einen Probedruck in klein bestellen! Zu guter letzt gibt es noch den Gallery-Print. Eine Kombination aus Dibond, welches die Schärfe hervor hebt und Acrylglas, welches das Bild optimal präsentiert, zugleich stabil und auch die absolute High-End-Variante. Das ist etwas, das kann man machen, wenn man sein Bild in einer Galerie ausstellt.

Optional habe ich für meinen Teil eine Möglichkeit gefunden Bilder sehr schön zu präsentieren, ohne dass ich ein Vermögen ausgeben muss und es zeitgleich dennoch sehr gut aussieht. Was aber eben oftmals gar nicht ausgestellt werden kann, da Rahmen unerwünscht sind. Aber ich möchte euch dennoch diese Möglichkeit aufzeigen. Ich drucke meine Bilder dazu als Posten in 60/40 cm auf metallic Papier für 12€ (ohne Rabatte). Das gibt es auch bei Saal Digital. Dieses Bild rahme ich dann in einen Rahmen von IKEA der für 70/50 cm große Bilder gedacht ist. Mit Passepartout kommt man dann auf 60/40 cm. Die Rahmen sind schwarz und kosten 3,99 €. Den Namen verrate ich euch, sobald ich ihn wieder weiß. Finde sie ohne den Namen online leider nicht. Auf jeden Fall kommt ihr so auf 16 € pro Bild, oder wenn ihr auf normalem Hochglanz-Papier bestellt auf 10 € pro Bild. Das Metallic Papier ist ähnlich wie das Dibond Butlerfinish in Papierversion und gibt dem Bild eine richtige Tiefe. Die Rahmen sind sehr leicht und man muss daher keine extra Haken haben und kann sie daher fast überall hängen, außer wo viel Zug herrscht. Da fliegen sie sonst.

Zusammenfassend seht ihr schon, dass man sich über einiges Gedanken machen muss, aber es dennoch sehr einfach sein kann. Ich hoffe, dass ich euch hiermit vielleicht ein paar Tipps geben konnte und ihr konntet einfach mal hinter die Kulissen so einer Ausstellung blicken.

Meine nächste Ausstellung findet übrigens im Februar zusammen mit anderen Lightpaintern aus dem Ruhrpott in der Stadtbücherei in Wattenscheid statt. Wer sich dafür interessiert, ist herzlich willkommen. Auf meiner Hauptseite findet ihr dazu dann bald einen Beitrag.


2 Comments

  1. Hallo wie geht es ihnen ?
    Sie sind sau cool

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