LASER-UMBAU AUF USB

In diesem Tutorial erkläre ich euch, wie ihr euren Disco-Laser für den mobilen Betrieb umbaut. Natürlich kann man theoretisch auch einen mobilen Stromgenerator nutzen. Jedoch schleppt man dann eine große Menge Zeug mit.

Umbau eures Lasers

Hier braucht ihr zumindest die Möglichkeit zu löten. Wobei das ggf. auch mit einem ausgedienten USB-Kabel funktionieren könnte. Aber da müsstet ihr dann selbst probieren, die Kabel mittels Lüsterklemme zu verbinden. Erstmal erkläre ich euch, wie ihr den Strip für den Betrieb mit 5V mittels USB-Powerbank umbaut.

Was benötigen wir für den Umbau?
  • 1 x Disco-Laser inkl. Netzteil
  • 1 x frei konfektionierbarer USB-Stecker
  • 1 x ca. 1-2 m Kabel 0,22 mm²
  • 1 x USB-Powerbank
  • etwas Schrumpfschlauch
Was sollte ich über die einzelnen Bauteile wissen?
  • Der Disco-Laser muss für eine Betriebsspannung von 5V ausgelegt sein, wenn ihr dieses Tutorial anwendet. Andernfalls müsst ihr eure Spannungsquelle den Gegebenheiten des Geräts anpassen
  • Der USB-Stecker sollte frei konfektionierbar sein. Weiter unten auf dem Bild seht ihr auch, wie dieser aussieht. Ich habe gleich auch eine Hülle dafür gekauft.
  • An den USB-Stecker müsst ihr ca. 50-100 cm Kabel für + und – anlöten, je nachdem, wie lang ihr das Kabel haben wollt. Eigentlich reicht es aber, wenn das Kabel recht kurz ist.
  • Die Powerbank selbst benötigt keine besonderen Eigenschaften. Ich hab damals eine kostenlos bei Conrad bekommen und verwende diese. Sie hat glaub ich so um die 2.500 mAh. Damit lässt sich der Laser einige Zeit betreiben. Für Notfälle habe ich auch immer noch eine große Powerbank in der Tasche.
  • Den Schrumpfschlauch solltet ihr nutzen, um eure Lötstellen zu isolieren.
Wie funktioniert der Umbau?

Testet zunächst euren Laser einmal an der Steckdose, damit ihr seht, dass er funktioniert.

Der Umbau an sich ist auch nicht weiter kompliziert. Ihr müsst jetzt einfach an die beiden äußeren Seiten des USB-Steckers das Kabel anlöten. Auf dem Bild ist das das weiße Teil, welches auf der Rückseite die Lötkontakte hat. Der Stecker wird so zusammengebaut, wie er auf dem Bild zu sehen ist. Das Kabel mit dem roten Schrumpfschlauch ist das Plus-Kabel. Der zerlegte USB_Stecker liegt in der gleichen Reihenfolge hier. So könnt ihr erkennen, welches Kabel auf welche Seite gehört.

Ein grundsätzlicher Hinweis: Das markierte Kabel ist i.d.R. immer das Plus-Kabel. Daher habe ich mir das auch angewöhnt, dass wenn ich die gleiche Kabelfarbe verwende, immer das Plus-Kabel zu markieren.

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Die mittleren Kontakte bleiben frei. Diese sind eigentlich für die Datenleitungen. Da wir unseren USB-Stecker jedoch nur zur Stromversorgung verwenden, brauchen wir demzufolge auch keine Kabel an die mittleren Kontakte löten.

Bevor ihr nun weiter arbeitet, solltet ihr den Stecker einmal zusammensetzen, aber das Endstück noch nicht zusammen biegen. Dann den Stecker in eine Powerbank stecken und diese anschalten, während ihr ans andere Ende der Kabel eine LED mit angelötetem Widerstand für 5V haltet. Wenn die LED leuchtet, habt ihr alles richtig gemacht. Ansonsten ist noch irgendwo ein Fehler. Bei mir war es am Anfang so, dass die LED nicht leuchtete. An einer Stelle saß einfach der weiße Plastikschutz nicht richtig über den Kontakten, so dass diese mit der außenhülle des Steckers in Verbindung kamen. Ich hab nach dem neuen Zusammenbau, nachdem die weiße Kappe dann wirklich genau drauf saß, keine Probleme mehr gehabt. Wichtig ist bei dem Test, dass die LED bereits am Kabel hängt, wenn ihr die Powerbank anschaltet, da diese sich normalerweise sofort abschalten, wenn kein Strom fließt. Wenn die LED dann leuchtet, ist alles ok und ihr könnt weiter arbeiten. Den Test könnt ihr übrigens auch mit einem Steckbrett machen…

Jetzt biegt ihr am hinteren Ende des USB-Steckers das Metall zusammen, so dass die Kabel drinnen liegen und steckt den gesamten Stecker in die durchsichtige Hülle. Schon sieht das Ganze aus wie ein normaler USB-Stecker.

Anschließend nehmt ihr euch das Netzteil und schneidet den Stecker mit einem Stück Kabel ab. Natürlich könnt ihr euch so einen Stecker auch anderweitig besorgen. Aber so ist es am einfachsten. In dem Kabel werdet ihr eine rote Ader (Plus) und eine schwarze Ader (Minus) finden. Diese legt ihr ein Stück frei und verzinnt zunächst das Kabelende. Dann lötet ihr das ganze an das andere Ende des USB-Kabels und isoliert die Lötstellen mit Schrumpfschlauch. Und schon habt ihr ein neues Kabel von Mini-Niedervolt-Stecker auf USB.

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Jetzt könnt ihr den Stecker in euren Laser stecken und den USB-Stecker in eure Powerbank. Nun sollten beim einschalten keine Probleme mehr auftreten. Wichtig ist nur, dass ihr vorher den Test mit der LED gemacht habt, damit ihr eben sicher sein könnt, dass alles korrekt zusammengebaut wurde. Denn wenn es da Probleme gibt, ist es weniger schlimm, wenn die einzelne LED kaputt geht, als wenn der Laser sich hinterher verabschiedet.

Einfacher geht es, wenn ihr euch direkt das passende Kabel kauft. Inzwischen habe ich festgestellt, dass es genau solche Kabel haufenweise gibt. Es wird ja immer mehr mit USB betrieben, daher kommen auch immer wieder neue Produkte auf den Markt. Aber wenigstens wisst ihr jetzt, wie ihr eure eigenen USB-Kabel erstellt, egal, welchen Stecker ihr noch daran haben wollt 🙂

Fertig sieht das ganze dann so aus:
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Wichtige Hinweise:

  • Die Geräte mit diesen USB-Steckern solltet ihr nicht an den PC anschließen! Diese dienen rein der Stromversorgung durch eine Powerbank!
  • Ich bin kein Fachmann und hafte nicht für Schäden, die durch den Umbau entstehen. Ich habe diesen Umbau selbst vorgenommen und dabei ist bisher nichts schief gegangen, jedoch möchte ich dennoch darauf hinweisen, dass ihr das alles auf eigene Gefahr durchführt!
  • Laser sind gefährlich für die Augen und sollten unter besonderer Vorsicht eingesetzt werden! Auch sollten Sie niemals in den Himmel gerichtet werden. Ich kenne zwar nicht die Reichweite dieses Lasers, aber dass Flugzeugkapitäne schon von Laserpointern geblendet wurden, wissen wir ja alle. Daher bitte immer mit Bedacht so ein Gerät benutzen, gerade im Außenbereich. Und auch im Innenbereich immer auf andere Personen achten!