LASER-SHOW

Dank Maarten Takens habe ich erstmals gesehen, wie so ein Disco-Laser zum Einsatz kommt. Und es ist einfach ein geniales Gegenlicht, dass viel Dynamik ins Bild bringen kann und es lebendiger macht. Daher möchte ich auch euch diese geniale Technik nicht vorenthalten. Doch bevor ihr das hier lest, solltet ihr erstmal den Laser auf USB-Betrieb umbauen.

Was kann der Laser?

In den letzten beiden Tutorials habe ich euch bereits von dem Disco-Laser berichtet. Und ich hab euch auch erklärt, wie ihr diesen mobil nutzen könnt, durch Umbau auf USB. Jetzt wollen wir natürlich auch mal klären, wie ich das Teil nutzen kann und was das ganze optisch dann für Effekte bringt. Ich hatte euch ja bereits schon Bilder gezeigt. Im Endeffekt gibt es aber nun 2 grundsätzliche Wege, wie ihr den Laser einsetzen könnt.

Anleuchten von Flächen

Möglichkeit 1 ist, dass ihr mit dem Laser eine Fläche beleuchtet. Es gibt auch bei den günstigen Versionen durchaus Laser, die über Muster verfügen. Da der Laser eine starke Leuchtkraft hat, könnt ihr diese sogar auf größere Flächen projezieren. Manche haben z.B. Sterne. Wenn ihr eine langweilige Hauswand vor euch habt, oder eine blöde Mauer, strahlt diese doch mal mit Sternen an 🙂 Oder eben einfach mit den Punkten. Das ist eigentlich ja nichts besonderes, kann aber besonderen Pepp in ein Bild bringen, wenn der Stein blau leuchtet und dabei rot/grün gepunktet ist.

Hier ist ein Beispiel, wie wir in Beelitz die Decke mit einem Laser angeleuchtet haben. Es wirkt schon eher wie ein Netz. Dadurch bieten sich unzählig viele Möglichkeiten neues Leben in eure Bilder zu bringen. Natürlich muss es immer auch passen.

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Nutzen als Gegenlicht

Das ist die derzeit am häufigsten verwendete Methode. Den Laser als Gegenlicht zu nutzen. Und hier kommen wir zum Clou. Es reicht nicht, wenn ihr den Laser hinstellt und in eure Richtung leuchten lasst. Das ist aber der erste Schritt. Das bedeutet, dass ihr euch dafür natürlich schon vorher überlegen müsst, wie und wo ihr den Laser an eurer Location positionieren könnt. Ggf. müsst ihr etwas mitnehmen, um ihn darauf zu stellen, wie z.B. ein dunkler Klapptisch, der dann mit einem schwarzen Tuch abgedeckt wird…

Nun kommt der wichtigste Punkt. Um die Laserstrahlen sichtbar zu machen, braucht ihr Nebel.
Um Nebel erzeugen zu können, benötigt ihr widerum einen relativ geschlossenen Raum. Wir waren bei Erstellung eines Bildes z.B. in einer Holz-Hütte. Öffnungen (offene Fenster/Türen) haben wir mit Planen zugehängt. So hatten wir einen Raum, wo der Nebel auch eine Weile gehalten hat. Das ist natürlich auch abhängig von der Wetterlage, der Luftfeuchtigkeit, usw., wie lange dieser dann in der Luft stehen bleibt. Bei Wind hat man auch in so einer Hütte nicht so viel davon, wenn diese Luft rein lässt.

Um den Nebel zu erzeugen könntet ihr natürlich jetzt hergehen und euch einen Stromerzeuger und eine Nebelmaschine einpacken. Aber es geht auch einfacher. Schnappt euch einfach Raucherzeuger. Es gibt hier verschiedene Produkte, wo euch eine Ladung Rauch etwa 1-2 € kostet. Raucherzeuger AX-9 erzeugen ca. 9 m³ Rauch und reichen für kleine Räume aus. AX-18 erzeugen ca. 17 m³ Rauch und sind für größere Räume geeignet, oder auch, wenn sich der Nebel mal etwas schneller verzieht.

Zuhause würde ich diese Dinger übrigens nicht anwenden. Sie sind zwar Indoor nutzbar, aber 1. wollt ihr den Geruch nicht in eurer Wohnung und 2. dauert es lange, bis ihr den Rauch aus der Wohnung bekommt. Außerdem ist es nicht sonderlich gesund das Zeug haufenweise einzuatmen. Es sollte eher die Ausnahme als die Regel sein.

Habt ihr nun einen eingenebelten Raum, stellt ihr den Laser auf und richtet ihn in Richtung eurer Kamera aus. Achtet dabei darauf, dass die Kamera und alle die noch in dem Bereich stehen abgedeckt sind, die Augen geschlossen haben, usw. Richtet den Laser aus und stellt sicher, dass er nicht direkt in die Kamera oder in die Augen von irgendwem strahlt, bevor sich alle umdrehen und die Kamera aufgedeckt wird.

Hier mal unser 1. Foto, was in diese Richtung damals in Beelitz entstanden ist. Leider ist auf meinem Bild keine 100% mittige Ausrichtung möglich gewesen. Wir hatten an dem Abend 3 Kameras. Und daher 3 Perspektiven. Schwierig die bei so einem Bild optmiert für alle hinzubekommen. Aber in den anderen Posts habt ihr ja bereits Bilder gesehen, wo der gleiche Effekt zu sehen ist und die Ausrichtung besser passt 🙂

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Sicherheitshinweise:

Auch auf die Gefahr hin, dass es langsam nervt: Laser sind gefährlich für die Augen und sollten unter besonderer Vorsicht eingesetzt werden! Auch sollten Sie niemals in den Himmel gerichtet werden. Ich kenne zwar nicht die Reichweite dieses Lasers, aber dass Flugzeugkapitäne schon von Laserpointern geblendet wurden, wissen wir ja alle. Daher bitte immer mit Bedacht so ein Gerät benutzen, gerade im Außenbereich. Und auch im Innenbereich immer auf andere Personen achten!