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Grundlagen des Lightpaintings – Nr. 1 (Grundausstattung)

GRUNDAUSSTATTUNG

Welche Grundausstattung benötige ich für das Lightpainting eigentlich?

Viele von euch haben vielleicht gerade erst angefangen zu fotografieren oder sind erst einmal nur auf das Thema Lightpainting gestoßen, daher will ich euch hier erläutern, was wichtig ist und was ihr alles benötigt, damit ihr loslegen könnt.

Kamera, die über einen BULB-Modus verfügt

Jede Kamera, die einen BULB-Modus hat, kann hier auch eingesetzt werden. Der BULB-Modus sollte jedoch auf jeden Fall vorhanden sein, da es ansonsten schwierig wird, richtige Kompositionen zu erstellen und man weiß oft vorher nicht wie viel Zeit man benötigt. Der BULB-Modus ermöglicht es einem die Zeit individuell zu bestimmen. Man kann auch über die „Standardzeit“ von 30 Sek. hinaus belichten.

Stativ

Da man die Kamera nicht still in der Hand halten kann und um möglichst flexibel zu sein, benötigt ihr ein Stativ. Wichtig ist vor allem, dass es stabil ist und auch bei etwas Wind die Kamera vernünftig tragen kann. Die günstigen Varianten schaffen es oft nicht, das Gewicht der Kamera zu halten, sobald ein leichter Windstoß dagegen prallt. Und das kann durchaus böse enden. Spart also nicht am falschen Ende! Welches das richtige Stativ für euch ist, müsst ihr allerdings selbst herausfinden. Natürlich könnt ihr für erste Versuche die Kamera auch auf eine Mauer, einen Tisch oder Ähnliches stellen. Wichtig ist, dass sie ruhig steht und sich nicht bewegen kann. Also sollte die Oberfläche möglichst glatt sein.

Auslöser

Jeder Auslöser ist bei jeder Kamera anders. Es gibt verschiedenste Techniken. Ich erläutere mal die Unterschiede anhand der Canon EOS 60D.

  • Kabelauslöser:
    Der Kabelauslöser wird in die Kamera eingesteckt und hängt dann an ihr. Ihr solltet ihn so hängen lassen, dass die Kamera nicht wackelt, wenn ihr ihn los lasst, oder falls jemand anders vor der Kamera steht, haltet ihn am besten fest. Hier muss der Auslöser die gesamte Belichtungsdauer gedrückt gehalten werden. Dafür gibt es meistens aber eine Möglichkeit diesen zu verriegeln/entriegeln.
    Vorteil: Lässt sich verriegeln
    Nachteil: Kann schnell zu Verwacklungen führen, wenn die Kamera durch starke Bewegungen des Auslösers bzw. Kabels auch bewegt wird.
  • Fernauslöser:
    Der Fernauslöser funktioniert via Infrarot. Man drückt ihn und die Kamera löst aus. Man drückt erneut drauf und die Kamera beendet die Auslösung. Das ganze ist nicht kabelgebunden und somit schon etwas flexibler.
    Vorteil: Man muss nur 2x kurz auf den Knopf drücken
    Nachteil: Der Infrarotsensor ist vor der Kamera. Die Fernbedienung braucht Sichtkontakt und die Reichtweite ist sehr gering. Für Alleinarbeit teilweise schwierig.
  • Funkauslöser:
    Er funktioniert genauso wie der Kabelauslöser nur ohne Kabel. Man muss den Knopf die ganze Zeit gedrückt halten.
    Vorteil: kabellos
    Nachteil: Keine Verriegelung möglich
  • Funkauslöser + Triggertrap:
    Ein sehr netter Bekannter hat uns das eigentlich kabelgebundene Triggertrap so modifiziert, dass es nun in Kombi mit einem Funkauslöser funktioniert. Über den Umbau selbst kann ich euch leider nicht so viel sagen, weil mir das technische Know-How fehlt. Allerdings ist es so möglich die Vorteile der Infrarotfernbedienung mit denen des Kabelauslösers zu kombinieren und auf das Kabelwirrwar zu verzichten. Triggertrap ist normalerweise kabelgebunden, aber dann sicher auch eine attraktive Lösung.
    Vorteil: Man kann aus zahlreichen Auslösemethoden wählen
    Nachteil: Man braucht zusätzlich immer ein Handy mit der App, welches keinen großen Bewegungen ausgesetzt sein darf, da sonst der Auslösevorgang unterbrochen wird.Beispiele seht ihr auf dem Bild zu diesem Post
  • Funkauslöser (umgebaut):
    Mit der Zeit wird einem klar, welche Lösung die beste Variante ist. Dank eines sehr netten Menschen gibt es daher nun einen Funkauslöser, den man verriegeln kann. Der Auslöser wurde einfach so modifiziert, dass man einfach einen Schalter umlegt und er so lange auslöst, bis der Schalter wieder umgelegt wird. Vorteil:  Man kann den Auslöser überall hinlegen, dabei auf Handy und alles weitere verzichten.
    Nachteil: Der Funkauslöser ist danach nur noch als Auslöser nutzbar.

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Leuchtmittel

Natürlich braucht ihr auch etwas Leuchtendes zum Lightpainting. Sei es nun ein feststehendes Licht oder etwas Mobiles. Ich stelle euch hier nach und nach einige Leuchtmittel vor und gebe euch entsprechende Infos dazu.

Neben den vorgestellten Leuchtmitteln gibt es natürlich auch die Technik, vorhandene Lichtquellen zu nutzen und durch die Bewegung der Kamera gewisse Ergebnisse zu erzielen. Das wird hier jedoch nicht Thema sein. Daher als kleine Info am Rande… Zoomt doch einfach mal während einer Langzeitbelichtung. Da können auch interessante Bilder entstehen.

Kleidung

Da ihr oft durch das Bild lauft, ist es von Vorteil, wenn ihr euch schwarz kleidet, denn alle anderen Farben reflektieren oftmals noch Restlicht und ihr erscheint als Schlieren oder Nebel auf dem Bild. Besonders bei dunklen Jeans passiert das oft. Daher empfehle ich auch ganz klar, schwarze, nicht reflektierende Kleidung. Am besten mit schwarzer Kapuze. wenn ihr weg schaut reicht das, wenn ihr gucken müsst und in die Kamera schaut, ist zusätzlich eine schwarze Sturmhaube von Vorteil. Auch eine Mütze, die man ins Gesicht zieht, eignet sich dafür. Natürlich könnt ihr auch eigene Ideen umsetzen. Schwarze Handschuhe solltet ihr euch auch unbedingt zulegen, am besten möglichst enge, damit ihr noch gut hantieren könnt. Jetzt im Winter habe ich z.B. ein paar Handschuhe, wo die Fingerkuppen noch frei sind und sobald ich etwas vor der Kamera mache, ziehe ich komplett schwarze Handschuhe darüber.

Erweiterungen:

Mit der Zeit werdet ihr immer mehr finden, was euch als nützlich erscheint. Mittlerweile wird bei uns schon eine Menge mitgeschleppt. Vom Bollerwagen über einen Tisch, eine Plane (falls es regnet) und sonstigen Kleinkram ist wirklich alles dabei. Aber da müsst ihr halt schauen, was euch Spaß macht und was euch gefällt… Wenn ihr Bilder vorher plant, könnt ihr unter Umständen auf das ein oder andere verzichten. 😉

 


2 Comments

  1. Hallo Sunny,

    deine Seite ist ja wirklich der Hammer und nach einigem Ansehen und Lesen bin ich echt überwältigt von deinem Ideenreichtum. Ich würde aufgrund von Zeit- und Platzmangel kleine Lightpaintprojekte umsetzen. Einfache Orbs hab ich schon einige gemacht.
    Die Taschenlampe hab ich auch schon an die Decke gehängt und schwingen lassen. Mit sehr tollen Ergebnissen……
    Welche Leuchtmittel würdest du einem Anfänger mit sehr wenig Platz denn empfehlen. hast du einen konkreten Link zu einem „Lichtschwert“ für flächige Ausleuchtung. (Am besten mit Blinkfunktion)
    Wenn ich hier den Keller zustelle mach ich mich recht unbeliebt 🙁

    Grüße und vielen Dank
    Jens

    • Lumineuse Photodesign

      9. September 2015 at 5:56

      Hallo Jens,

      Danke für die tollen Worte. Das freut mich wirklich sehr.
      Für alles andere schicke ich dir einfach mal eine Mail.

      LG Sandra

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