BLINKYTAPE & PIXELSTICK-NACHBAU (HOW TO USE)

Ich hab euch ja schon das Blinkytape und den Pixelstick-Nachbau als Leuchtmittel vorgestellt. Jetzt will ich euch zeigen, wie man die Tools optimal nutzen kann. Denn beides taugt zu weitaus mehr als seinem ursprünglichen Zweck. Und auch zur Verwendung des eigentlichen Zwecks gibt es noch ein ein wundervolles Beispiel-Bild 🙂

Blinkytape

„Bauliche Veränderungen“

Wenn ihr das Blinkytape bestellt, bekommt nur den aufgerollten Strip geliefert mit USB-Kabel. Das allein bringt euch zwar auch schon weiter, aber zunächst einmal solltet ihr es auf eine Leiste montieren. Ich hab dazu einfach einen Holzstab genommen und das Blinkytape mit Kabelbindern befestigt. Das reicht vollkommen aus und ihr könnt es jederzeit wieder problemlos abmachen. An den Holzstab hab ich einfach einen Holzgriff befestigt, damit das ganze etwas handlicher wird. Als Stromquelle braucht ihr ja 5V. Da ist es am einfachsten eine kleine Powerbank zu nutzen. Die könnt ihr dann in der Mitte des Holzstabs befestigen. Ihr braucht nur ein entsprechend langes Kabel.  Ich befestige sie nach Bedarf auch entweder mit Gaffa oder Kabelbinder am Tool.

Eine weitere Möglichkeit das Tape zu pimpen, wäre das Blinkytape in ein Aluprofil zu packen, so wie hier. Dafür gibt es verschiedene Abdeckschienen.  Wenn ihr jetzt eine opale Abdeckschiene nutzt, hebt ihr den Retro-Look etwas auf. Es sieht also nicht mehr so gestreift aus. Dadurch dass die LEDs nicht ganz so eng sind, wie beim Pixelstick, wird es nicht ganz so glatt, aber das Licht wird schon mehr gestreut als vorher und es wirkt anders.

Optimale Nutzung der technischen Ressourcen

Zur optimalen Ausnutzung hab ich auch noch 2-3 Tips. Ihr könnt png-Dateien speichern, die 60 Pixel hoch und 300 Pixel breit sind. Das solltet ihr euch als Vorlage anlegen. Der Hintergrund sollte immer durchsichtig sein. Schwarz wird nämlich als dunkles grün dargestellt. Und jetzt kommt der eigentliche Tipp… Anstatt nur ein Bild zu speichern, könnt ihr in diese Vorlage auch einfach nacheinander so 2. 3 oder 4 Bilder einfügen. Lasst immer ein kurzes Stück frei, wenn das Tape dann aufhört zu leuchten, wisst ihr, dass nun jeden Moment das nächste Bild startet. So könnt ihr zumindest mehr als 1 Bild speichern und müsst nicht unterwegs ein Netbook o.ä. verwenden. Wenn man weiß, was man machen will, kann das schon ausreichen.

Das Blinkytape vor der Kamera

Jetzt kommt noch ein Clou. Anstatt nur einfach Bilder abzuspielen, könnt ihr das Blinkytape auch einfach mit einer tollen Textur oder einem Regenbogeneffekt bespielen und dann anderweitig nutzen. Dreht es doch einfach ein wenig hin und her, geht damit eine Wand entlang… Ein Beispiel ist z.B. dieses hier:

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Ihr habt dadurch die Möglichkeit, einmalige Effekte zu erzeugen. Und natürlich könnt ihr es wie einen normalen LED-Strip auch auf jedem anderen Tool benutzen. Dadurch sind euch jetzt wieder 200 neue Möglichkeiten entstanden und ich wünsche euch viel Spaß dabei, diese zu entdecken und zu nutzen.

Pixelstick-Nachbau

Konstruktion

Meine Konstruktion besteht aus einem Alu-Profil (schwarz lackiert) mit eingelegtem LED-Strip mit 144 LEDs/m. Verkabelt ist das ganze mit einem Arduino. Die Stromversorgung erfolgt über eine 5V-Powerbank. Gepimpt hab ich das ganze nur noch durch die opale Abdeckschiene, wie ich sie auch bei der LED-Stablampe verwendet habe. Dadurch gibt es bei der Darstellung kaum einen Unterschied zum Pixelstick. und wenn ihr die klare Abdeckschiene verwendet, habt ihr den Retro-Look. Der Stick ist mit 286 LEDs sogar noch größer und verfügt somit auch über 286 Pixel für die Darstellung.

Optimale Nutzung der technischen Ressourcen

Hier gibt es einige Dinge zu beachten, die nicht immer überall benannt werden. Z.B. müssen die Dateinamen genau 8 Zeichen lang sein. Das macht eine eindeutige Namensgebung schwierig. Daher hab ich das bei mir kategorisiert. Ich habe Strukturen einfach „StruktAA“, „StruktAB“, … genannt. Diese Dateien liegen dann ebenfalls in meiner Dropbox. So kann ich unterwegs auf dem Handy dann immer nachsehen, welche Datei die richtige ist, die ich gerad verwenden möchte.

Was ebenfalls wichtig ist, dass hier bmp-Dateien zu speichern sind mit 24 Bit Farbtiefe. Alles was schwarz ist, leuchtet dann entsprechend nicht. Das macht es etwas einfacher als beim Blinkytape, wo der Hintergrund durchsichtig sein muss. Die Dateien umwandeln ist in Paint super einfach. Das jpg in Paint öffnen, „speichern unter“anklicken und als Dateityp bmp wählen, fertig. Bitte seid aber vorsichtig bei der Nutzung von Bildern, die ihr nicht selbst kreiert habt. Auch hier gilt das gleiche wie bei Fotos! Diebstahl ist kein Kavaliersdelikt. Also nur, dass ihr das auch wisst.

Der Pixelstick-Nachbau vor der Kamera

Auch beim Pixelstick bzw. beim Nachbau besteht natürlich die Möglichkeit ihn vielfältig einzusetzen. Ein für mich echtes Meisterwerk hat Frédéric Leroux (ein bekannter französischer Lightpainting-Artist) geschaffen! Er hat seine eigenen Bilder mit dem Pixelstick richtig genial in Szene gesetzt. Unter Einsatz eines speziellen Diffusors schaffte er das hier:

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(Copyright: Mit freundlicher Genehmigung von Frédéric Leroux )

Dank seiner freundlichem Genehmigung durfte ich euch dieses Bild zeigen! Ich finde es richtig grandios! Wenn ihr auf seinen Namen klickt, gelangt ihr auf seine Facebook-Seite und könnt dort auch seine kalligrafischen Künste bewundern!

Weiterhin kann man natürlich auch Strukturen nutzen und andere Formen mit dem Stick erschaffen, den man mit einem normalen LED-Strip ja nicht hinbekommt.  Hier kann ich dann auch direkt mal einen Vergleich zeigen…

Klare Abdeckschiene

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Opale Abdeckschiene

Rolle

Wie ihr seht, könnt ihr aus den Tools noch einiges raus kitzeln und ich denke, das gibt Anregung für viele neue andere Figuren und Formen 🙂

Viel Spaß!